Aktuelles
Aktuelle Meldungen rund um Tarifverhandlungen und mehr.
21. Juli 2026
Keine Deckelung der Refinanzierung von Tarifentgelten
Lesen Sie den Aufruf des AGV AWO Deutschland e.V. an seine Tarifkommissionen hier.
09. Juli 2026
Mehr Rückschritt als Reform
Tarifbindung darf kein Wettbewerbsnachteil werden – AGV AWO und PTG e.V. fordern verlässliche Refinanzierung tariflicher Entgelte
Die Referentenentwürfe zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sowie zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) stellen aus Sicht von AGV AWO und PTG e.V. die in den vergangenen Jahren politisch gewollte Stärkung der Tarifbindung grundlegend in Frage und gefährden die bisherigen Erfolge.
Lesen Sie die gesamte Erklärung hier.
01. Juli 2026
Steckbriefe und Lesefassungen für die Meldung 2026 nach § 72 Abs. 3e SGB XI aktualisiert
Zur Meldung der maßgeblichen Informationen aus Tarifverträgen nach § 72 Abs. 3e SGB XI finden unsere Mitglieder alle relevanten Informationen in unserem Download-Bereich unter Steckbriefe Pflege sowie die Lesefassungen der Tarifverträge unter Tarifverträge aktuell.
28. April 2026
Entlastungsprämie ohne Finanzierung? AWO Bundesverband und Arbeitgeberverband der AWO fordern Berücksichtigung der Sozialwirtschaft
Der AWO Bundesverband und der Arbeitgeberverband der AWO Deutschland (AGV AWO) fordern Nachbesserungen bei der von der Bundesregierung beschlossenen „Entlastungsprämie“. Eine pauschale Prämie bzw. ein „Krisenbonus“ durch Zahlungen der Arbeitgeber wird für Beschäftigte in der Sozial- und Gesundheitsbranche nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn die Leistung vollständig und verbindlich refinanziert wird.
„Die Entlastungsprämie geht an der Realität vieler sozialer Träger vorbei. Unsere Einrichtungen haben schlicht keine freien finanziellen Spielräume, um solche Leistungen eigenständig zu stemmen. Gleichzeitig zeigt unsere aktuelle Umfrage unter Einrichtungen und Diensten der Freien Wohlfahrtspflege ein klares Bild: Viele Träger mussten Angebote bereits einschränken oder ganz einstellen, und die große Mehrheit erwartet weitere Kürzungen. Wenn wir jetzt zusätzliche Erwartungen an die Einrichtungen richten, ohne sie vollständig zu refinanzieren, verschärfen wir genau den Druck, der soziale Infrastruktur vor Ort gefährdet“, so Marvin Deversi, Vorstand des AWO Bundesverbandes.
Soziale Dienste und Einrichtungen arbeiten nicht gewinnorientiert; zusätzliche Zahlungen können daher nicht aus „freien“ Mitteln geleistet werden. Leistungen werden über Beiträge, Entgelte und Abgaben verschiedener Kostenträger (u. a. Pflegekassen, Sozialhilfeträger, Jugendämter) finanziert. Ohne klare Zusagen zur Refinanzierung entsteht der Eindruck, Träger könnten Prämien kurzfristig „einfach auszahlen“ – tatsächlich sind die finanziellen Spielräume und die rechtlichen Rahmenbedingungen eng.
„Wer Entlastung für die Beschäftigten will, muss sie so ausgestalten, dass sie rechtssicher und in den Vergütungssystemen der Sozialwirtschaft tatsächlich umsetzbar ist“, betont Rifat Fersahoglu-Weber, Vorsitzender des AGV AWO. Vorgaben wie das Besserstellungsverbot sowie laufende oder bereits abgeschlossene Vergütungsverhandlungen begrenzen kurzfristige Einmalzahlungen zusätzlich – obwohl die Belastung bei den Mitarbeitenden akut ist.
Der AWO Bundesverband und der Arbeitgeberverband AWO Deutschland e.V. fordern:
- eine verbindliche und vollständige Refinanzierung der Entlastungsprämie/des Krisenbonus durch die Kostenträger,
- die Einbeziehung der Sozialwirtschaft in bundespolitische Entlastungsmaßnahmen.
Die Verbände appellieren gemeinsam an die Politik, Entlastungsmaßnahmen so zu gestalten, dass sie in der Praxis der Sozialwirtschaft ankommen – rechtssicher, zeitnah und vollständig gegenfinanziert. Die Regelung, den Zeitraum zur Zahlung der Prämie bis zum 30. Juni 2027 zu verlängern, wird ausdrücklich begrüßt. Weitere Schritte für eine verlässliche Refinanzierung müssen folgen.
26. Januar 2026
Neue Termine Tarifschulungen 2026
Die Termine für die Tarifschulungen 2026 sind online.
Alle Informationen sowie die Anmeldeformulare finden Sie unter Schulungen.
02. Oktober 2025
Leitfäden zur Jahressonderzahlung aktualisiert
Die Leitfäden stellen eine Arbeitshilfe dar und wurden mit Stand Oktober 2025 überarbeitet.
Unsere Mitglieder finden die aktuellen Leitfäden ab sofort in unserem Download-Bereich unter Materialien.
01. August 2025
Steckbriefe und Lesefassungen für die Meldung 2025 nach § 72 Abs. 3e SGB XI aktualisiert
Zur Meldung der maßgeblichen Informationen aus Tarifverträgen nach § 72 Abs. 3e SGB XI finden unsere Mitglieder alle relevanten Informationen in unserem Download-Bereich unter Steckbriefe Pflege sowie die Lesefassungen der Tarifverträge unter Tarifverträge aktuell.
09. November 2022
Pressemitteilung: Arbeitgeberverband der AWO ist empört: Hilflosigkeit der Caritas führt zur Verwendung des Vokabulars von Diktatoren
Empört äußert sich der Arbeitgeberverband AWO Deutschland aufgrund einer Pressemitteilung des Dienstgeberverbandes der Caritas, in der von „Gleichschaltung der Tariflandschaft" gesprochen wird. Der Begriff der Gleichschaltung wurde in der Zeit des Nationalsozialismus geprägt und bezeichnet die erzwungene Vereinheitlichung des gesamten politischen Lebens. Der Vorsitzende des Arbeitgeberverband AWO Deutschland e.V. Rifat Fersahoglu-Weber sagt dazu:
„Der Dienstgeberverband der Caritas hat inzwischen wiederholt seine ablehnende Haltung gegen einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Pflege geäußert. Dass aktuell Begriffe, die wir sonst nur aus Diktaturen kennen Verwendung finden, ist nicht hinzunehmen. Die Caritas spricht von einer „Gleichschaltung der Tariflandschaft", und stellt sind damit sprachlich auf das Niveau der 1930er Jahre. Die Gräueltaten der NS-Herrschaft sind hier ein nicht hinnehmbarer Vergleich in einer bisher sachlichen und politisch korrekten Diskussion zu einer Fachfrage."
27. September 2022
Steckbriefe zur DCS-Meldung jetzt im Download-Bereich.
Unsere Mitglieder finden die Steckbriefe Pflege zur DCS-Meldung der tarifgebundenen Pflegeanbieter gemäß § 72 Abs. 3e SGB XI ab sofort in unserem Download-Bereich unter folgendem Link:
Die Steckbriefe enthalten die grundsätzlichen Informationen zu den einzelnen Tarifverträgen.
10. Februar 2022
Pressemitteilung: Nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Arbeitgeberverband AWO Deutschland e.V. sieht die Ergebnisse der Pflegekommission als unzureichend an.
Am Wochenende hatte sich die Pflegekommission auf neue Werte für den Pflegemindestlohn bis ins Jahr 2024 geeinigt. Per Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales werden die Werte für die gesamte Branche verbindlich festgelegt.
Hierzu erklärt der Vorsitzende des Arbeitgeberverband AWO Deutschland e.V., Rifat Fersahoglu-Weber:
„Die vorgestellten Ergebnisse werden nicht zu einer dauerhaften Aufwertung des Pflegeberufes beitragen. Als Mitglied der BVAP haben wir bereits einen Vorschlag für gute Einstiegslöhne in der Branche vorgelegt. Die ausgehandelten Werte bleiben trotz hoher Steigerungen noch hinter dem Tarifvertrag zurück. Bis zum 1. September 2022 erfolgt keinerlei Verbesserung gegenüber den schon bisher vereinbarten Mini-Schritten. Dies ist eine weitere verpasste Chance".
